Linsen: vom Feld auf den Teller

Unser Familienbetrieb liegt in Schmittlotheim in Nordhessen in der Nähe des Edersees. Wir halten 50 Milchkühe und bewirtschaften rund 130 ha (50 % Grünland, 50 % Ackerland). 2018 haben wir den Betrieb auf ökologische Landwirtschaft umgestellt und sind seitdem Mitglied bei Bioland. Neben Kleegras als Basis unserer Fruchtfolge bauen wir Weizen, Gerste, Triticale, Roggen, Hafer, Silomais, Raps, Erbsen und natürlich Linsen an. Damit produzieren wir sowohl das Grund- als auch das Kraftfutter für unsere Kühe selbst und bauen darüber hinaus verschiedene Pflanzen für die menschliche Ernährung an. Johanna hat die Linse als landwirtschaftliche Kultur während ihres Studiums in Stuttgart-Hohenheim kennen und lieben gelernt. Als sich über die Ökomodellregion Waldeck-Frankenberg die Möglichkeit ergab, gemeinsam mit anderen Betrieben den Linsenanbau zu erproben, haben wir daher die Chance genutzt. Seit drei Jahren ist die Linse nun Teil der Fruchtfolge. Unsere Linsen werden in der eigenen Reinigung gereinigt, gelagert und anschließend in verschiedene Verpackungsgrößen abgepackt. Wir vermarkten sie direkt ab Hof oder über Naturkostläden – so gelangen sie als Speiseware direkt zu unseren Kunden.

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2. Mai 2025

Die Linsen und auch die Sommergerste als Gemengepartner sind inzwischen aufgelaufen. Nach der Saat haben wir die Flächen genau im Auge behalten, um abzuwägen, ob wir blindstriegeln. Da kaum Unkräuter schneller als die Linsen gekeimt sind, haben wir uns in diesem Jahr gegen das Blindstriegeln entschieden. In den Vorjahren haben wir bei höherem Unkrautdruck aber gute Erfahrungen damit gemacht. 

Nun hoffen wir auf Regen, da die Restfeuchte zur Saat zwar zunächst ausgereicht hat, die Flächen aber seitdem weiter abgetrocknet sind. 

22. April 2026

Wir haben das gute Wetter in den vergangenen Tagen für die Linsen-Aussaat genutzt. Zuvor haben wir die Fläche gegrubbert und anschließend ein falsches Saatbett bereitet, um die erste Welle an Unkrautsamen zum Keimen zu animieren.
Wir bauen unsere Linsen im Gemenge mit Sommergerste an. Dabei setzen wir auf ein Verhältnis von 80 % Linsen zu 20 % Gerste. Dieses Mischungsverhältnis hat sich für uns bewährt, da wir den Fokus auf die Linse als Hauptkomponente legen, aber gleichzeitig noch ausreichende Stützwirkung durch die Gerste gegeben ist. 
Die Aussaat erfolgte mit einer Saatstärke von 100 kg pro Hektar und einer Ablagetiefe von 4 bis 5 cm. Die Bodenbedingungen waren ideal - oberflächlich abgetrocknet und gut befahrbar, aber noch mit genügend Restfeuchte für eine zuverlässige Keimung.

Alle Fotos: Familie Krähling, falls nicht anders gekennzeichnet