Umweltleistungen von Körnerleguminosen
Viele Umweltleistungen von Körnerleguminosen werden erst über einen mittel- bis langfristigen Zeitraum über die Fruchtfolge deutlich. Um das komplexe Zusammenspiel zwischen pflanzenbaulichen Wirkungen, ökonomischen Effekten und dem Klimaschutzpotenzial von Körnerleguminosen genauer zu untersuchen, führt das ZALF im Rahmen des LeguNet einen detaillierten Vergleich von Anbausystemen mit und ohne Körnerleguminosen durch. Beschreibung der Vorgehensweise
Körnerleguminosen in bayrischen Fruchtfolgen
Bis 2022 wuchs die Anbaufläche von Hülsenfrüchten in Bayern kontinuierlich – doch 2023 ging sie leicht zurück: 5.800 ha Ackerbohnen, 9.000 ha Körnererbsen, 22.400 ha Sojabohnen und 1.900 ha Süßlupinen. Besonders auffällig: Der Sojaanbau gewinnt zunehmend an Bedeutung. Trotz kleinerer Flächenrückgänge seit 2022 konnten die Sojaerträge weiter steigen – bis zu 36 dt/ha im Jahr 2024. Das begründet sich durch hohe Erträge von bis zu 36 dt/ha im Jahr 2024. Zum Fruchtfolge-Beispiel
Körnerleguminosen in Fruchtfolgen Mecklenburg-Vorpommerns
Für Mecklenburg-Vorpommern zeigte sich seit dem Jahr 2020 ein stetiges Wachstum in der Anbaufläche von Hülsenfrüchten und daraus resultierend auch eine höhere Erntemenge (Abb.1). Bemerkenswert ist die Zunahme des Anbauumfangs der Erbsen mit einem Anstieg von Stand 2020 ca. 12.500ha auf 2024 ca. 32.000ha. Der Anbau von Erbsen bietet diverse ackerbauliche Vorteile. Durch eine steigende Nachfrage sowie Fördermaßnahmen wie die Öko-Regelung 2 (vielfältige Kulturen im Ackerbau) wird eine Integration in die Fruchtfolge ebenfalls zunehmend interessanter. Zum Fruchtfolge-Beispiel
Risikominderung durch Diversifizierung von Körnerleguminosen
Zunehmende Extremwetterlagen und klimabedingte Risiken stellen die Landwirtschaft vor große Herausforderungen. Eine vielfältige Fruchtfolge gilt als Schlüssel zur Ertragssicherheit und Resilienz – wird jedoch beim Anbau von Leguminosen oft vernachlässigt. Warum die Kombination von Winter- und Sommerkörnerleguminosen dennoch großes Potenzial birgt, zeigt ein Beispiel aus Brandenburg. Zum Fruchtfolgebeispiel
Fruchtfolgebeispiel aus Baden-Württemberg
In Baden-Württemberg steigt die Anbaufläche von Körnerleguminosen in den letzten 13 Jahren stetig an, war 2023 jedoch leicht rückläufig. Im Jahr 2023 wurden 3.400ha Ackerbohnen, 4.200ha Körnererbsen, 7.500ha Sojabohnen und lediglich 600ha Süßlupinen angebaut. Insgesamt sind Körnerleguminosen seit 2016 in Baden-Württemberg stärker vertreten als zuvor. Zum Fruchtfolge-Beispiel
Fruchtfolgebeispiel aus Hessen
Für Hessen zeigte sich bis zum Jahr 2022 ein stetiges Wachstum in der Anbaufläche von Hülsenfrüchten und daraus resultierend auch eine höhere Erntemenge. Im Jahr 2023 ist der Anbau etwas zurückgegangen. Insgesamt waren Körnerleguminosen in den letzten vier Jahren stärker in Hessen vertreten als in den Jahren zuvor. Zum Fruchtfolge-Beispiel
Fruchtfolgebeispiel aus Brandenburg
Für einen erfolgreichen Anbau von Körnerleguminosen fällt die Wahl in Brandenburg bevorzugt auf die Erbse und Lupine. Doch auch der Anbau von Soja erfreut sich anwachsender Beliebtheit unter Brandenburger Landwirtinnen. Zum Fruchtfolge-Beispiel
Fruchtfolgebeispiel aus Niedersachsen
Der größte Anteil der Anbaufläche entfällt in Niedersachsen auf Ackerbohnen mit 7.600 Hektar (ha), gefolgt von Körnererbsen mit über 4.400 ha. Der Anbau von Sojabohnen ist mit 1.700 ha zwar noch gering, zeigt jedoch eine zunehmende Tendenz. Zum Fruchtfolge-Beispiel
Kontakt
ZALF Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung e. V.
Martin Kind
Eberswalder Straße 84
15374 Müncheberg
Tel: 033432-82-237
E-Mail: martin.kind(at)zalf.de
Weblinks
BMEL - Hülsenfrüchte
BMEL - Eiweißpflanzenstrategie
LeguNet-Beitrag: Klimaschutz durch Leguminosenanbau

